Was ist Feinstaub?

Feinstaub besteht aus winzigen Partikeln, die einen Durchmesser von weniger als 10 Mikrometern (µm) haben, also weniger als 10 Tausendstel Millimeter. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar hat einen Durchmesser von 70 Mikrometern. Die auch als PM10(Feinstaub) und PM2,5 (Ultrafeinstaub) bezeichneten Partikel werden zu einem großen Teil durch Verbrennungsvorgänge freigesetzt. Im Wesentlichen sind die Industrie, der Verkehr und die Heizungen für ihre Entstehung verantwortlich.

Größenverhältnisse von Staubpartikeln

Gefahren durch Feinstaub

Aufgrund ihrer geringen Größe und ihrer chemischen Zusammensetzung sind die Feinstaubpartikel für unsere Gesundheit gefährlich. Sie dringen bis tief in unsere Lungen ein und verursachen dort diverse Erkrankungen, angefangen vom chronischen Husten bis hin zum Lungenkrebs. Stellen Sie sich vor: In stark exponierten Gebieten nimmt der Mensch mit jedem Atemzug etwa 50 Millionen Partikel auf!

Für die Grobstaub-Partikel ist unser Atemsystem von Natur aus gerüstet. Vieles wird in der Nase oder im Mund absorbiert und wieder ausgehustet oder ausgeschneuzt. Auch Partikel, die schon als Feinstaub gelten und atemwegsgängig sind, kann der Körper meist selbst entfernen. Anders sieht es im mittleren und unteren Größenbereich aus. Die feinen und ultrafeinen Partikel dringen in die Lunge und in die Lungenbläschen (Alveolen) ein. Partikel mit einer Größe von 0,1 bis 1 μm können sogar über die Lungenbläschen in den Blutkreislauf und ins Körpergewebe gelangen, wo sie sich festsetzen, reagieren und den Beginn eines kanzerogenen Befalls (Krebs) markieren können. Hinzu kommt, dass die feinen oder gar ultrafeinen Partikel in ungleich größerer Zahl innerhalb eines Staubanteils bezogen auf eine bestimmte Menge Rauchgas vorhanden sind. Zum Beispiel enthalten 50 μg Staubpartikel 11.936.621 Partikel mit Durchmesser von 10 μm und 11.936.620.731.892 Partikel mit einem Durchmesser von unter 0,1 μm. Insofern ist klar, dass vor allem die kleinen Stäube und verbundenen Aerosole in der Form, in der sie auftreten, gefiltert werden müssen.

Der Brennstoff Holz und seine Auswirkung auf die Emissionen

Holz wird heute in drei Aufbereitungsformen angeboten und verbrannt: Stückgut, Hackgut und Pellets. Bei den weitaus meisten Holzfeuerstätten handelt es sich um Einzelraumfeuerstätten wie z. B. Öfen (ca. 13 Mio. in Deutschland). Dem gegenüber stehen circa 1 Mio. Heizkessel mit den verschiedenen Brennstoff- und Verbrennungstechniken, bei denen die Verbrennung besser kontrollier- sowie steuerbar und dadurch optimaler als bei den Öfen ist.

Diese Öfen werden daher und aufgrund ihrer höheren Häufigkeit von den Gegnern der Holzfeuerung als die wahren „Dreckschleudern“ im Bereich der Holzverbrennung bezeichnet. Je nach Brennstoffqualität und Betriebsweise der Feuerstätte durch den Benutzer stimmt diese Aussage. Insgesamt aber handelt es sich immer um denselben – CO2-neutralen – Brennstoff Holz. Wie sich das Betreiberverhalten auswirken kann, wurde in einer Langzeitstudie mit umfangreichen Messungen und Datenerfassung vor Ort in Österreich ermittelt. So können Anlagen moderner Bauart im ordnungsgemäßen Betrieb die aktuellen Grenzwerte einhalten. Für viele Bestandsanlagen wird es jedoch zunehmend schwerer die Übergangsgrenzwerte von 150 mg/3 für Staub einzuhalten. Um diese Anlagen weiter ohne Einschränkungen betreiben zu können, ist die Installation eines Partikelabscheiders notwendig. Mit Ausblick auf die sukzessive Verschärfung der 1. BImschV bis zum Jahre 2025 wird es zunehmend schwieriger die Grenzwerte ohne Partikelabscheider einzuhalten.

PM2,5 – Gesamtemission: 101 kt